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Regionen Aktiv - eine kurze Einführung

Der Wettbewerb “Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft” wurde im Jahr 2001 durch das ehemalige Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (heute Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz >>>) als bundesweites Modellvorhaben initiiert. Gesucht wurden Regionen, die die Ziele “Verbraucherorientierung”, “natur- und umweltverträgliche Landbewirtschaftung”, “Stärkung ländlicher Räume und Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen” sowie “Stärkung der Stadt-Land Beziehungen” modellhaft in ihrer Region umsetzen.

Unter Berücksichtigung der o.a. Ziele erarbeiteten Akteure aus verschiedenen Regionen ein auf die endogenen regionalen Bedingungen zugeschnittenes Konzept. Entsprechend den jeweiligen Problemen und Potenzialen der Region konnten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden. Gerade die Unterschiedlichkeit der Ausgangsbedingungen sollte den mit der Neuorientierung der Verbraucherschutz- und Agrarpolitik verfolgten regionalen Ansatz stärken. Wichtig war jedoch, dass jeweils das Konzept einer qualitätsorientierten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten, multifunktionalen Landwirtschaft ebenso deutlich wurde wie die Stärkung des ländlichen Raumes insgesamt; so z.B. durch die Schaffung wettbewerbsfähiger neuer Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten im außerlandwirtschaftlichen Bereich. Zur Umsetzung der regionalen Konzepte stellte das Bundesministerium den Regionen im Zeitraum von 2002 bis 2005 insgesamt ca. 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Auswahl der so geförderten Modellregionen erfolgte durch eine unabhängige Jury in einem zweistufigen Auswahlprozess. Die Jury war dabei in Anlehnung an den für eine nachhaltige Entwicklung notwendigen gesellschaftlichen Konsens mit den zentralen Akteuren bzw. Interessensvertretern des ländlichen Raums besetzt.

Zur Verstetigung und Inwertsetzung der angestoßenen Prozesse und entwickelten Strukturen in den Regionen entschied sich das Bundesministerium Ende 2005 zur Verlängerung des Modellvorhabens und der Förderung der Regionen um weitere zwei Jahre. Im Gegensatz zur ersten Phase konnte mit den Bundesmitteln nur noch ein regionales Themenfeld finanziert werden. Die Regionen mussten sich dabei auf das Themenfeld konzentrieren, welches sich durch besonders gute Perspektiven für die Beschäftigung und regionale Wertschöpfung auszeichnet und mit Hilfe des regionalen Wertschöpfungskettenansatzes umgesetzt werden konnte. Für diese Umsetzungsphase wurden den Regionen nochmals insgesamt ca. 8,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Regionen waren darüber hinaus dazu angehalten, ihre Erfahrungen aus der ersten Phase von Regionen Aktiv zur Akquisition von weiteren Finanzmitteln für die Umsetzung von Projekten zu nutzen.

Ausführliche und weiterführende Informationen zum Modellvorhaben und den einzelnen Modellregionen finden Sie auf der Hompage der Bundesgeschäftsstelle Regionen Aktiv >>>.